CALL – deutsch

Diversitätssensible Pädagog_innenbildung

Möglichkeiten und Grenzen in der Entwicklung
zur inklusiven Hochschule

Call for Papers

Der Kongress eröffnet Möglichkeiten, auf Basis eines breiten Inklusionsbegriffes (Reich 2016), mit Expert_innen aus den Bereichen Forschung und Praxis in einen Austausch zu kommen. Im Rahmen der Tagung sollen Einblicke in aktuelle Befunde und Erfahrungen aus den verschiedenen Bereichen pädagogischen Denkens und Handelns im Zusammenhang mit Pädagog_innen-Bildung in allen Phasen (Ausbildung, Induktion und Fortbildung/Schulentwicklung) gegeben werden.

Unterschiedliche Anregungen sollen mit dem Fokus auf Pädagog_innen-Bildung diskutiert und dabei auf zwei zentrale Perspektiven (Spannungsverhältnisse) eingegangenen werden:

  • Forschung, Lehre und Praxis
  • Person und Institution: Diversität und Person, strukturelle Chancengerechtigkeit etc.

Die einzelnen Themenbereiche werden vor dem Hintergrund dieser beiden Spannungsverhältnisse diskutiert und sollen letztlich der Frage nachgehen, ob es sich bei diversitätssensibler Pädagog_innen-Bildung tatsächlich um Reformen handelt oder die Akteur_innen doch viel eher vor Transformationen stehen.

Anregungen, die uns als Diskussionsgrundlage dienen werden, kommen aus den Bereichen der Geschlechterforschung, der Migrationspädagogik, der Armutsforschung, der Behindertenpädagogik, der Begabungsforschung u.v.a.m.

Eine konkrete Anregung stellt z.B. das »Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen« der Vereinten Nationen. Es ist nicht nur aus Sicht der Behindertenpolitik ein Meilenstein, sondern kann insgesamt menschen- und völkerrechtlich als ein bedeutender Modernisierungsschritt verstanden werden. Im Kern stellt die Transformation des medizinischen Modells von Behinderung zu einem menschenrechtlichen samt Spezifizierung des allgemeinen Menschenrechts auf Bildung für Menschen mit Beeinträchtigungen den bedeutendsten Reformschritt dar. Dazu fordert der Artikel 24 die Errichtung eines inklusiven Bildungssystems auf allen Ebenen. Damit sind neben vorschulischen und schulischen Institutionen eben auch ausdrücklich Hochschulen und Universitäten angesprochen. Insbesondere die Akzentuierung auf »full development of human potential and sense of dignity and self-worth« sowie deren Anbindung an den klassischen Bildungsbegriff, birgt für Institutionen tertiärer Bildung neue Herausforderungen bzw. befördert Innovationen zusätzlich: Hochschulischer Lernraum erweitert sich zu einem Erfahrungs- und Lebensraum, d.h. zu einem umfassenden Bildungsort, der mit Effekten der Bolognareformen und zunehmendem Wettbewerb in Einklang zu bringen ist. Zudem eröffnet sich neben didaktischen und methodischen Herausforderungen im Hochschulunterricht – z.B. dem Abbau von Barrieren und der Anerkennung von Vielfalt – ein weiteres Spannungsfeld: das zwischen Bildung als Fundament liberaler Demokratien und dem Anspruch von Hochschulen darauf, primär Orte der Professionalisierung zu sein.

Eingereichte Beiträge sollten sich auf mindestens einen der folgenden drei Bereiche beziehen und bestenfalls auch Zusammenhänge aufzeigen:

  • Forschung

Theorien/Konzepte/empirische Befunde zu Inklusion und Diversität an Hochschulen

  • Lehre

Hochschuldidaktik im Kontext von Diversität und Inklusion

  • Praxis

Themenbezogene Projektberichte, (hoch-)schulische Praxis in Aus-, Fort- und Weiterbildung bzw. in der Schulentwicklungsbegleitung; Studierenden und jenen, die betroffen sind oder sich damit beschäftigen, „Gehör“ verschaffen; Lehrer_innen-Induktion,

Einreichung von Beitragsvorschlägen

  • Tagungssprachen sind Englisch und Deutsch
  • Beiträge sollten möglichst auf Englisch gehalten werden (gegebenenfalls können auch deutsche Beiträge angenommen werden).
  • Es können Einzelvorträge, Beiträge für Themenforen und Posterpräsentationen eingereicht werden:

Einzelbeiträge

  • umfassen 25 Minuten (zzgl. 15 Minuten Diskussionszeit).
  • Die Vorträge werden gegebenenfalls zu Panels gruppiert oder in Themenforen eingegliedert.

Themenforen

  • umfassen in der Regel 90 Minuten.
  • Sie bieten ausreichend Diskussionszeit um Perspektiven und/oder Zusammenhänge interdisziplinär auszuloten.
  • Die Form der Themenforen kann variieren und kann aus Beiträgen wie Vorträge, Projektberichte, Filme etc. zusammengesetzt werden.
  • Themenforen werden im Vorfeld gebildet (können auch schon zusammengestellt eingereicht werden) und werden moderiert.

Organisatorisches

  • Wir bitten um Vorschläge für Beiträge bis zum 23. März 2018 per Mail an inklusive.hochschule@phsalzburg.at
  • Bitte zur Einreichung eines Abstracts die Formatvorlage im Anhang oder auf der Tagungshomepage nutzen.
  • Bei Rückfragen stehen wir ebenso unter dieser Adresse zur Verfügung.
  • Beiträge werden in einem Review-Verfahren begutachtet. Spätestens bis Mitte März wird eine Rückmeldung an Einreichungen ergehen. Damit verbunden auch weitere organisatorische Informationen.
  • Ein Tagungsband ist geplant
  • Reduzierter Early-Bird-Tagungsbeitrag von € 210,- für präsentierende Teilnehmer_innen.
  • Weitere Informationen auf unserer Tagungshomepage, die laufend aktualisiert wird http://inklusivehochschule.phsalzburg.net

Wir freuen uns auf Beiträge!
Das Organisationsteam

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